Alexianer Logo 09
 
Druckversion von Seite:
St. Hedwig-Krankenhaus Berlin  > Krankheitsbilder/Therapien  > Urologie

Urologie

Liebe Patientin, lieber Patient,

in unserer Klinik für Urologie können wir sämtlichen Erkrankungen mit modernsten Untersuchungs- und Behandlungsmethoden begegnen. Darüber hinaus haben wir uns auf die nachfolgenden Krankheiten und Beschwerden spezialisiert:

Prostatabeschwerden

Nierensteinleiden

Harnröhrenchirurgie

Blasen- und Beckenboden-Funktionsstörungen

Nierenzentrum

 

 

Prostatabeschwerden

Typische Symptome einer Prostatavergrößerung sind das gehäufte, insbesondere auch nächtliche Wasserlassen, welches nur erschwert und mit verzögertem Beginn vonstatten geht. Der Harnstrahl ist abgeschwächt, und nach dem Wasserlassen bleibt das Gefühl, die Blase nicht komplett entleert haben zu können. Ein plötzlich auftretender starker Harndrang ist hierbei besonders belastend.

Im Falle einer gutartigen Prostatavergrößerung wenden wir am häufigsten die "Transurethrale Resektion der Prostata (TUR-P)" an, d. h., das den Harnfluss einengende Prostatagewebe wird durch die Harnröhre hindurch ausgeschält. Der stationäre Aufenthalt beschränkt sich i. a. auf vier bis fünf Tage. Diese Methode gilt heute nach wie vor als Goldstandard moderner Medizin und wird in unserer Abteilung besonders häufig und routiniert angewendet.

Beim Verdacht auf eine bösartige Erkrankung erfahren Sie hier eine umfassende Beratung über alle für Sie in Frage kommenden Behandlungsformen, die hier von uns alleine oder in Kooperation mit anderen Spezialabteilungen angewendet werden:

  • die komplette Entfernung von Prostata und Samenblasen ggf. einschließlich der Lymphknoten im kleinen Becken
  • die Entfernung der Lymphknoten mittels Laparaskopie und anschließende Strahlentherapie ggf. in Kombination mit medikamentöser Behandlung
  • Medikamentöse Behandlung in Kombination mit unterstützenden Maßnahmen (Ernährungsberatung etc.)
nach oben

 

Nierensteinleiden

Patienten mit Harnsteinbildung kennen die höchst unangenehmen Symptome, insbesondere den geradezu vernichtenden Kolikschmerz nur zu gut. Dem tragen wir durch unsern 24h-Notfall-Service Rechnung:

Innerhalb von 24 Stunden (einschl. Sonn- und Feiertage!) wird bei uns ein Steinpatient komplett diagnostiziert und behandelt.

Wir können hier sämtliche modernen Verfahren der Therapie anbieten:

a) Die schonende extrakorporale Steinzertrümmerung (ESWL= Extrakorporale Stoßwellenlithotripsie) mit einem Gerät der neuesten Generation. Hierbei wird der Nieren- oder  Harnleiterstein von außen zertrümmert, und die kleinen Steinfragmente können nachfolgend mit dem Urin ausgeschieden werden.

b) Minimalinvasive endoskopische Verfahren wie die Harnleiter- (URS= Ureterorenoskopie) oder Nierenspiegelung (PNL= Perkutane Nephrolitholapaxie) machen die früher übliche offene Steinoperation fast ausnahmslos überflüssig. Besonders innovativ ist hierbei unser Einsatz der LASER-Steinzertrümmerung

c) Zudem bieten wir Ihnen eine spezielle Ernährungssprechstunde zur Prophylaxe bei chronischen Steinbildnern.

nach oben

 

Harnröhrenchirurgie

Dem schwierigen Problem wiederkehrender Harnröhrenverengungen (Strikturen) begegnen wir mit einer jahrzehntelangen Erfahrung in sämtlichen bewährten operativen Techniken - die Harnröhrenchirurgie stellt einen Schwerpunkt unserer Abteilung dar. Hierbei kommen Methoden der Hauttransplantation (sog. Meshgraft) und sogar der Mundschleimhauttransplantation zur Anwendung, die erwiesenermaßen in der Hand des erfahrenen Operateurs exzellente Ergebnisse liefert.

 

 

Blasen- und Beckenboden-Funktionsstörungen

Der Begriff der Blasenschwäche beschreibt vor allem die Harninkontinenz, aber auch  Funktionsstörungen der Blase wie vermehrter oder verfrühter Harndrang, unvollständige Blasenentleerung und wiederholte Infektionen. Hier bietet das Deutsche Beckenbodenzentrum (DBBZ) umfassende Beratungs- und Therapiemöglichkeiten eines interdisziplinären Experten-Teams.

a) Belastungsinkontinenz (Stressinkontinenz):
Aufgrund einer Schließmuskelschwäche kommt es insbesondere bei Frauen nach Geburten oder auch durch zunehmende Bindegewebsschwäche im Alter zu unwillkürlichem Urinverlust bei körperlicher Aktivität, manchmal aber auch schon beim Husten oder Niesen; bei Männer kann es gelegentlich nach Operationen an der Prostata zu gleichen Symptomen kommen.

Nach Versagen nicht-operativer Verfahren können wir unseren Patientinnen das gesamte Spektrum der modernen Inkontinenz- und beckenbodenrekonstruktiven Chirurgie anbieten:

- Einlage eines spannungsfreien Vaginalbandes (engl. "Tensionfree-vaginal-tape"). Mit diesem lediglich 20min. dauernden Eingriff werden die Patientinnen mit sehr hoher Heilungs- und Zufriedenheitsrate von ihrem Leiden befreit. Zusätzliche beckenbodenrekonstruktive Eingriffe bei Blasen- oder Gebärmuttervorfall können hierbei meist gleich mit behoben werden.

- Manche Beckenbodenrekonstruktionen machen auch die Anwendung spezieller laparoskopischer (Bauchspiegelung) Techniken vonnöten.

- Bei Männern nach Prostataoperationen mit nachfolgender Harninkontinenz, aber auch bei Frauen, bei denen das erstgenannte Verfahren ausnahmsweise nicht das erwünschte Therapieziel erreichen konnte, bieten wir die Möglichkeit der Implantation eines künstlichen Schließmuskels. Über eine von außen nicht sichtbare Minipumpe kann der Patient/ die Patientin hierbei den Schließmuskel auf der Toilette deaktivieren und so die Blase entleeren. Bei aktiviertem Schließmuskel ist der Patient/ die Patientin meist komplett trocken.

b) Vermehrter Harndrang/Dranginkontinenz: 
Hierbei kommt es zu häufigem, oft plötzlich auftretenden Harndrang, welcher unkontrollierten Urinabgang zur Folge haben kann. Ursachen sind nicht unterdrückbare Blasenkontraktionen oder eine reflektorische Öffnung des Schließmuskels, bedingt durch eine nervale Fehlsteuerung, chronische Entzündungen, eine Verengung des Blasenauslasses oder aufgrund rein psychovegetativer Natur.
In diesen Fällen wenden wir je nach Ursache insbesondere die nachfolgenden speziellen Therapiemöglichkeiten an:

c) Botulinumtoxininjektionen in den Harnblasenmuskel oder in den Schließmuskel: diese neue Therapieoption können wir als Botulinumtoxinzentrum des deutschen "Arbeitskreises Botulinumtoxin" nur im Rahmen von Studien anbieten. Die Therapieergebnisse sind sehr gut, jedoch muß diese Injektionstherapie ca. alle neun bis zwölf Monate wiederholt werden. Der Eingriff erfolgt unter Voll-, Spinal- oder Lokalanästhesie.

d) Sakrale Neuromodulation: bei diesem speziellen und technisch sehr aufwändigen Verfahren werden die die Harnblase versorgenden Nerven im Kreuzbeinbereich direkt stimuliert oder blockiert.

nach oben

 
Nierenzentrum

bösartige Neubildungen der Niere oder der Nebenniere sind meistens Zufallsbefunde im Rahmen einer Ultraschalluntersuchung. Dieses legt die Notwendigkeit gelegentlicher Sonographieuntersuchungen bei Ihrem Urologen nahe. In diesem Bereich wenden wir insbesondere

laparoskopische Operationstechniken an. Hierbei werden die erkrankten Organe durch die sogenannte "Schlüssellochchirurgie" aus dem Körper entfernt. Das bedeutet für den Patienten eine deutlich weniger invasive und damit weniger belastende Therapieoption. Entsprechend ist der stationäre Aufenthalt deutlich verkürzt. Bei besonders schwierig lokalisierten Tumoren oder bei Überschreitung einer gewissen Größe bieten wir dem Patienten dann das gesamte Spektrum der

bei der offenen Tumorchirurgie können kleinere Tumoren der Niere sogar entfernt werden, ohne gleich die gesamte Niere opfern zu müssen.

nach oben

Online: http://www.alexius.de/2024.html