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St. Hedwig-Krankenhaus, Berlin
St. Hedwig-Krankenhaus, Berlin
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Wir über uns
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-Chronik
 

Chronik

1780 
Ein katholisches Hospital wird von der St. Hedwig-Gemeinde in Berlin als Altenpflegeheim in der Gipsstraße 3 gegründet. 
1843 
Die Berliner katholische Gemeinde wünscht sich ein eigenes Krankenhaus und bittet in einem Schreiben an Friedrich Wilhelm IV. um Bewilligung. 
1844 
Am 11. März wird die Errichtung eines katholischen Krankenhauses in Berlin durch einen königlichen Erlass genehmigt. 
1845 
In der früheren Kaiserstraße 29 (heute: Nähe Alexanderplatz) kann in einem gemieteten Haus eine bescheidene Übergangslösung geschaffen werden. Bei der Wahl der Ordensschwestern, die die Pflege der Patienten in dem neuen Krankenhaus übernehmen sollen, entscheidet man sich für die Barmherzigen Schwestern vom Pflegeorden des hl. Karl Borromäus
1846 
Am 14. September treffen vier Borromäerinnen aus dem Mutterhaus Nancy in Berlin ein. Sie beginnen mit der Einrichtung und Leitung in den angemieteten Räumen. Dieser Tag gilt seither als Gründungstag für das St. Hedwig-Krankenhaus. Die Schwester Xaveria Rudler wird zur ersten Oberin bestimmt. Das Gebäude in der Kaiserstraße verfügt anfangs nur über drei Krankenbetten. Am 3. Dezember wird der erste Patient aufgenommen. 
1847 
Am Ende des Jahres stehen 50 Krankenbetten zur Verfügung. 
1848 
In der Märzrevolution wird die Krankenanstalt in der Kaiserstraße von Rebellen gestürmt. Durch das beherzte Verhalten der Oberin wird dem Haus eine Schutzwache gestellt. Am 18. und 19. März werden 35 Schussverletzte in die Kaiserstraße zur Pflege gebracht. 
1850 
Am 1. Januar wird das Grundstück in der Großen Hamburger Straße 10 angekauft. Hier wird nach den Plänen des Kölner Dombaumeister Vinzenz Statz innerhalb von vier Jahren das Hauptgebäude mit einer eigenen Apotheke und Kapelle im neugotischen Stil errichtet. 


1854 
Ende August ziehen 60 Patienten, 100 Hospitaliten und 40 Waisenkinder in das neue, jetzt 250-Betten fassende Krankenhaus, gelegen in der Spandauer Vorstadt, ein. Bis 1869 haben die Schwestern zusätzlich die Fürsorge über katholische Waisenkinder übernommen, dann mussten die Kinder aus Platzgründen in anderen Kinderheimen untergebracht werden. 
1863 
Zur besseren Versorgung der Patienten werden eine Fleischerei, Bäckerei und ein Eiskeller, der bis zu 3.000 Zentner Eis fassen konnte, gebaut. 
1868 
Auf einem vom St. Hedwig-Krankenhaus angekauften Grundstück in der Auguststraße 22 wird ein großes Waschhaus errichtet. 
1881 
Das an der Straßenfront liegende neu erbaute Vorderhaus mit einer Kapazität von 140 Frauenbetten wird eröffnet. 
1887 
Auf einem weiteren angekauften Grundstück in der Auguststraße wird ein Kinderkrankenhaus mit 80 Kinderkrankenbetten gebaut und eingeweiht. Eigentümer des St. Hedwig-Krankenhauses ist bis 1887 die St. Hedwig-Gemeinde. Seit 1887 ist das Krankenhaus mit Zustimmung der Kirchengemeinde zu einer "Selbstständigen Wohltätigkeitsanstalt" der katholischen Kirche erhoben worden und ist seitdem eine Anstalt öffentlichen Rechts. 
1888 
Auf den Grundstücken Große Hamburger Straße 5 und 6 wird das Elisabeth-Haus als neues Hospital für 150 pflegebedürftige alte Menschen gebaut. 
1896 
Südwestlich hinter dem Haupthaus entsteht ein neuer Eiskeller. 
1896 
Am 14. September besteht das St. Hedwig-Krankenhaus 50 Jahre. Es hat eine Kapazität von 500 Krankenbetten. 
1900 
Das Hauptgebäude wird um einen Operationstrakt erweitert. 
1904 
Die Wohnhäuser Nr. 5 - 11 in der Großen Hamburger Straße werden umgebaut. Es entsteht das Josefshaus in östlicher Verlängerung des Vorderhauses. 
1907 
Am 1. Oktober wird die Krankenpflegeschule gegründet. 
1908 
Eine Augenheilkundliche Abteilung, die aber nur bis 1945 besteht, wird eröffnet. 
1910 
Im St. Hedwig-Krankenhaus wird, 15 Jahre nach Entdeckung der Röntgenstrahlen, eine eigene Röntgenabteilung eingerichtet. Sie gilt als eine der ersten Einrichtungen dieser Art. 
1912 
Eröffnung einer Hals-Nasen-Ohren-Abteilung. 
1913 
Im gesamten St. Hedwig-Krankenhaus erfolgt die Umstellung auf elektrischen Strom. 


1914 
Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wird ein großer Teil des Krankenhauses in ein Militärlazarett umgewandelt. Es stehen 800 Betten für Soldaten und nur noch 60 Betten für die zivile Bevölkerung zur Verfügung. 
1918 
Das ehemalige Kinderkrankenhaus wird in eine Klinik für tuberkulosekranke Männer umgewandelt. 
1921 
Am 14. September begeht das St. Hedwig-Krankenhaus sein 75jähriges Bestehen. Es hat jetzt eine Kapazität von 650 Krankenbetten. 
1922 
Eine eigenständige urologische Abteilung wird eröffnet. 
1925 
Das Schloss Falkenberg in Berlin-Grünau wird vom St. Hedwig-Krankenhaus erworben. Es soll zu Erholungszwecken für das Krankenhauspersonal und Rekonvaleszenten dienen. Erst später wird es die Funktion eines Krankenhauses übernehmen. 
1926 
Das Hauptgebäude, das die chirurgische und urologische Abteilung beherbergt, wird um ein Stockwerk erhöht. Die Vorderfront des Hauses erhält ihre jetzige Form. Neue Räume für Privatstationen, eine offene und eine überdachte Liegehalle sowie ein großer Tagesraum wird für die Kranken geschaffen. Die Röntgenabteilung und die Operationssäle werden vergrößert. Eine neue Urologische Operationsabteilung wird geschaffen. Für die Borromäerinnen wird die Schwesternklausur neu eingerichtet. 
1928 
Durch den Kauf des Hauses Große Hamburger Straße 2 mit den Hinterhäusern kann ein Schwesternwohnheim und Schülerinnen-Internat eingerichtet werden. Im Erdgeschoss wird das klinische und pathologische Labor sowie die medizinische Bibliothek aufgenommen. Im freigewordenen Souterrain des Josefshauses zieht die Bäderabteilung (später Physiotherapie) ein. 
1931 
Im Vorderhaus wird eine gynäkologisch-geburtshilfliche Abteilung eingerichtet, die bis 1939 besteht. 
1936 
Das Eckhaus Große Hamburger Straße/Krausnickstraße wird erworben. Hier entstehen Wohnungen für Ärzte und eine Pfarrwohnung. Der offene Laubengang zwischen Vorderhaus und Hauptgebäude wird durch eine geschlossene beheizbare Kolonnade ersetzt. 
1937
/38 
Das Elisabeth-Haus wird um ein Stockwerk erhöht und gleichzeitig in ein Infektionshaus umgewandelt. 
1939 
Mit dem Beginn des Zweiten Weltkrieges beginnt für das St. Hedwig-Krankenhaus eine schwere Zeit. Besonders die Opfer des Luftkrieges suchen hier Heilung und Rettung. 
1940 
In der Nacht vom 10. zum 11. September wird das St. Hedwig-Krankenhaus bombardiert. 25 bis 30 Brandbomben fallen auf das Gelände und die Gebäude des Krankenhauses. Mitarbeiter beginnen den Verfolgten des Nationalsozialismus zu helfen. Besonders mutigen Einsatz leisten hier die Fürsorgerin Marianne Hapig und der Oberarzt Dr. med. Erhard Lux. Durch ihr uneigennütziges Tun kann zahlreichen Menschen geholfen werden. 
1941 
Ausbruch einer Fleckfieberepidemie. Das St. Hedwig- Krankenhaus erhält bis Kriegsende die spätere Bertolt-Brecht-Oberschule in der Auguststraße als zusätzliches Infektionshaus zugewiesen. Dieses Haus wird auch eine rettende Zufluchtsstelle für verfolgte Juden. Eine freie Schwester begleitet freiwillig einen Transport nach Theresienstadt. 
1943 
In Birkenwerder wird ein Ausweichkrankenhaus eingerichtet. Alle transportfähigen Patienten werden aus dem St. Hedwig-Krankenhaus dorthin verlegt. 


1945 
Vom 20. April bis 2. Mai erlebt das St. Hedwig- Krankenhaus seine schwerste Zeit. Es wird von circa 300 Granateinschlägen getroffen. Schwester Edelburga, eine Borromäerin, wird von Granatsplittern getroffen, an deren Folgen sie verstirbt. Unter schwierigsten Bedingungen wird in den Kellern notoperiert. Bei Kriegsende ist das St. Hedwig-Krankenhaus dennoch das einzige noch funktionierende Großkrankenhaus in Berlin. 
1945
/46 
Der Winter ist bitterkalt. Eine Epidemie folgt der nächsten. Das St. Hedwig-Krankenhaus erhält - von Amerikanern gespendet - eine Eiserne Lunge
1946 
Zur 100-Jahrfeier am 14. September verfügt das St. Hedwig-Krankenhaus über eine Kapazität von 700 Betten. Die Anzahl der Mitarbeiter wird mit 57 Borromäerinnen, 10 Ärzten, 30 freien Schwestern, 1 Seelsorger angegeben. Die Gesamtzahl der Hausangestellten einschließlich Handwerker beträgt 381. 
1950
/61 
Es besteht eine hohe Abwanderungstendenz von Mitarbeitern in den Westen. Mehrere Chef- und Oberärzte wohnen im Westteil Berlins, arbeiten aber im Ostteil gelegenen St. Hedwig-Krankenhaus, auch als im August 1961 die Mauer gebaut wird. 
1965 
Durch großzügige Unterstützung des Caritasverbandes können für viele medizinische Bereiche wichtige Neuanschaffungen bereitgestellt werden. 
1980 
Es beginnt eine umfangreiche Umbautätigkeit im St. Hedwig-Krankenhaus. 
1982 
Die Krankenpflegeschule feiert ihr 75jähriges Bestehen. Anläßlich dieser Feier kann das neu erbaute Haus Maria eingeweiht werden. Hier befinden sich jetzt sämtliche Räume der Krankenpflegeschule und ein großer Speiseraum. 
1983 
Einweihung des um- und angebauten Elisabeth-Hauses. 
1984 
Die Ausschachtungsarbeiten für den neuen OP-Trakt beginnen. 
1989 
Nach der Öffnung der deutsch-deutschen Grenze am 9. November verlassen viele Mitarbeiter das St. Hedwig-Krankenhaus. Es verliert 17 Ärzte, 40 Krankenschwestern und 60 Mitarbeiter des Wirtschaftsdienstes. Der Personalmangel macht sich auf den Stationen bemerkbar, jedoch braucht keine Station geschlossen zu werden. 
1990 
Gemeinsam mit dem Kuratorium für Dialyse und Nierentransplantation wird im Vorderhaus eine Abteilung für Dialyse eröffnet. Hier befinden sich 18 ambulante und 6 stationäre Dialyseplätze. 
1992 
Das St. Hedwig-Krankenhaus wird Akademisches Lehrkrankenhaus der Charité. 
1995 
Zum 1. Januar 1995 gründete die Anstalt des öffentlichen Rechts St. Hedwig-Krankenhaus die St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH als Träger des St. Hedwig-Krankenhauses und des Krankenhauses Hedwigshöhe in Berlin-Bohnsdorf. 


1996 
Einweihung des neuen OP-Traktes mit den Bereichen Radiologie, Endoskopie, OP und Intensivstation. Am 14. September besteht das St. Hedwig-Krankenhaus 150 Jahre. Anlässlich des Jubiläums ist der Agathabrunnen vor dem Hauptgebäude eingeweiht worden. Kapazität des Hauses: 405 Betten. Mitarbeiter: 21 Borromäerinnen, 68 Ärzte und 7 Ärzte im Praktikum, 234 Krankenschwestern/-pfleger, 15 Handwerker, 19 Zivildienstleistende, 4 Seelsorger und 2 Mitarbeiterinnen in der Seelsorge. Kapazität des Krankenhauses Hedwigshöhe: 108 Betten. Mitarbeiter: 10 Ärzte und 1 Arzt im Praktikum, 44 Krankenschwestern/-pfleger, 3 Handwerker, 4 Zivildienstleistende und 1 Seelsorger. 
1998 
Seit 1998 engagiert sich die Kongregation der Brüder vom heiligen Alexius in der St. Hedwig Kliniken Berlin GmbH. Das St. Hedwig-Krankenhaus wird Teil des Unternehmensverbundes „Gesellschaften der Alexianerbrüder“. 
2000 
Das St. Hedwig-Krankenhaus, ein Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung, verfügt jetzt über die medizinischen Fachabteilungen Chirurgie (67 Planbetten), Innere Medizin (140 Planbetten ), Urologie (68 Planbetten ), davon werden 9 Betten in der Fachabteilung Anästhesie und Intensivtherapie auf einer interdisziplinären Intensivstation geführt. Als weitere Fachabteilung ist hier die nicht bettenführende Fachabteilung für Radiologie zu nennen.
Übernahme der Fachabteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des Krankenhauses Reinickendorf für die Versorgungsregion Wedding, die zunächst am Standort der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik weiter betrieben wird. 
2001 
Übernahme der Fachabteilung für Psychiatrie und Psychotherapie des ehemaligen Krankenhauses Moabit für die Versorgungsregion Tiergarten, die zunächst weiter an ihrem bisherigen Standort arbeitet. 
2002 
Aufnahme der Kooperation mit der Charité im Bereich der Psychiatrie. Die beiden psychiatrischen Abteilungen des St. Hedwig-Krankenhauses werden der medizinischen Leitung durch den Lehrstuhlinhaber an der Charité unterstellt. Damit firmieren diese als „Psychiatrische Universitätsklinik der Charité im St. Hedwig-Krankenhaus“ 
2004 
Gründung des Deutschen Beckenbodenzentrums am St. Hedwig-Krankenhaus und damit Etablierung einer bundesweit einmalige disziplinenübergreifende Versorgung aller Formen von Inkontinenz. 
2006/07 
Umzug der Psychiatrischen Abteilungen zum Standort Große Hamburger Straße und Inbetriebnahme des eigens hierfür errichteten neuen Bettenhauses an der Krausnickstraße. 

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