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St. Joseph-Krankenhaus, Berlin Weißensee
St. Joseph-Krankenhaus, Berlin Weißensee
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Krankheitsbilder / Therapien
-Klinik für Neurologie
-Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
-Klinik für Suchtmedizin
-Psychiatrische Tagesklinik
-Psychiatrische Institutsambulanz
 

Krankheitsbilder und Therapien

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen einige ausgewählte Krankheiten und Therapien kurz vorstellen, auf die sich unsere Kliniken spezialisiert haben.

Psychische Erkrankungen haben viele Ursachen...

Was heißt das eigentlich, psychisch krank zu sein?

Therapieangebote

 

Psychische Erkrankungen haben viele Ursachen ...

Es kann unterschiedliche Gründe geben, warum Sie jetzt unsere Internet-Seiten aufgesucht haben. Möglicherweise hat Ihr Haus- oder Nervenarzt Ihnen eine Behandlung in unserem Zentrum empfohlen. Vielleicht drängen Ihre Angehörigen auf eine Behandlung. Vielleicht sind Sie selbst oder ein Angehöriger oder Freund verunsichert, weil Sie sich traurig, angespannt, antriebslos, ängstlich fühlen oder aber es kam zu seelischen Krisen und der sozialpsychiatrische Dienst hat eine Behandlung angeregt.

Oder Sie sind einfach nur interessiert an den Angeboten und Informationen eines modernen konfessionellen Krankenhauses mit den Schwerpunkten für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie.

Auf jeden Fall möchten Sie sich über uns informieren. Und das ist gut und richtig. Denn nur wer fragt und Bescheid weiß, kann selbst zum Experten für seine oder seiner Angehörigen/Freunde Erkrankung werden und damit zur Genesung beitragen.

Bevor wir auf unsere Leistungsangebote zu sprechen kommen, lassen Sie uns bitte noch etwas Grundsätzliches über psychische Störungen sagen, die bis heute in der Öffentlichkeit leider viel zu wenig bekannt sind.

Etwa 10 -15 % der Bevölkerung der BRD sind psychiatrisch-psychotherapeutisch behandlungsbedürftig. Den meisten Menschen, die unter seelischen Störungen leiden, kann ambulant von niedergelassenen Ärzten und Psychotherapeuten geholfen werden. Nur wenn diese Behandlungen nicht ausreichend helfen, bietet unser Zentrum tagesklinische und stationäre Therapie an. In unserem Krankenhaus werden pro Jahr über 3.500 Menschen mit psychischen Störungen behandelt. Die durchschnittlichen Therapiezeit beträgt drei Wochen. D. h., dass die meisten Patienten nach dieser Zeit wieder nach Hause können und ambulant weiter behandelt werden.

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Was heißt das eigentlich, psychisch krank zu sein?

Es gibt vier große Gruppen seelischer Störungen.
Eine Gruppe der so genannten Psychosen führt zu Störungen des Wahrnehmens, Denkens, Fühlens, Wollens und Sprechens. Was erlebt ein an einer Psychose erkrankter Mensch? Die Umwelt erscheint ihm verändert, oft bedrohlich. Er fühlt sich verfolgt, von außen gesteuert, beobachtet, bezieht alles auf sich, z. B. Zeitungsmeldungen und Nachrichten, zieht sich sozial zurück, leidet unter Fehlwahrnehmungen, wie Halluzinationen, hört z. B. Stimmen, wirkt dabei oft ängstlich-gespannt und manchmal fremdartig.

Ursachen dieser Erkrankungen, die auch schizophrene Psychosen genannt werden, sind einerseits bedingt durch angeborene erhöhte seelische Verletzbarkeit, andererseits durch aktuelle Konflikte und Belastungen.

Es gibt auch psychoseerkrankte Menschen, die unter starken Stimmungsschwankungen leiden, phasenweise fühlen sie sich depressiv und antriebslos, z. T. sogar mit Selbsttötungsgedanken belastet. Andererseits gibt es Phasen mit himmelhochjauchzender Stimmung, mit erhöhtem Antrieb, geringem Schlafbedürfnis, Rededrang, sich selbst überschätzendem Verhalten. Diese phasenweise verlaufende Störung nennt man manisch-depressive Erkrankung.

Eine weitere Gruppe von Psychosen geht mit körperlich bedingten Störungen des Gehirns einher, wie z. B. Veränderungen der Blutgefäße mit Gehirninfarkten oder Degenerationsprozessen des Gehirns, Zuständen nach Verletzungen, Hirnentzündungen oder chronischen Vergiftungen durch Alkohol.

Eine vierte Gruppe seelischer Leidenszustände ist aus dem Lebensschicksal, der Persönlichkeit und den aktuellen sozialen Umständen ableitbar. Man spricht bei diesen Störungen von Neurosen, Persönlichkeitsstörungen, Suchterkrankungen, Reaktionen auf schwierige Lebensumstände.

Entsprechend den verschiedenen Ursachen unterscheiden sich auch die Diagnostik und Behandlungsmethoden. Zur Diagnoseerstellung gehören körperliche Untersuchung, ein EEG (Elektro-Enzephalographie = Ableitung der Hirnströme), CCT und NMR (craniale Computer-Tomographie und Kernspin-Tomographie = bildliche Darstellung des Gehirns), Labor-Untersuchungen von Blut, Urin, Nervenwasser, EKG u. a.

Weiterhin wird eine ausführliche psychiatrisch-psychologische Untersuchung durchgeführt, einschließlich Testuntersuchungen.

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Therapieangebote

Nach der Diagnostik wird mit Ihnen als Patient das Therapieziel und der Therapieplan festgelegt.

Neben der gezielten, in den letzten Jahren sehr verbesserten Medikamentösen Behandlung, kommen auch andere Körperliche Therapie-Verfahren, wie Bewegungstherapie, Physiotherapie, Lichttherapie zum Einsatz.

Darüber hinaus sind spezielle Psychotherapieangebote wie Einzelgespräche, Gruppengespräche, Beschäftigungstherapie, Musik- und Tanztherapie, Entspannungs-Verfahren entwickelt worden.

Bei allen psychotherapeutischen Angeboten wird mit Gesprächen und anderen Medien wie Musik, Tanz und Gestaltung auf Ihre aktuellen Probleme eingegangen. Sie selbst werden Ursachen für Ihre seelischen Störungen erkennen, neue Verhaltensweisen und Bewältigungs-Strategien einüben und damit neue Erfahrungen zur Bewältigung des Lebens machen. Wenn es sich abzeichnet, dass eine stationäre Behandlung nicht mehr nötig ist, legen Sie gemeinsam mit Ihrem Arzt die Entlassung fest, die gut vorbereitet wird. Zumeist erfolgt eine gestufte Belastung in den Alltag, ggf. wird die Familie und das Umfeld, wie auch schon bei der Aufnahme, mit einbezogen und die weitere Behandlung - sei es tagesklinisch oder ambulant - gesichert.

Unser gesamtes Diagnostik- und Therapieangebot ist an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen der Psychiatrie und Psychotherapie ausgerichtet. Wir arbeiten eng mit den Wissenschaftlichen Fachgesellschaften zusammen und schulen unser Therapeutisches Personal ständig in qualifizierten Fort- und Weiterbildungen. Auf jeder Station arbeiten die verschiedenen Berufsgruppen in Therapeutischen Teams zusammen (Ärzte, Psychologen, Schwestern, Pfleger, Sozialarbeiter, Ergotherapeuten, Bewegungstherapeuten), die von einem Facharzt geleitet und von Oberärzten und Chefärzten supervidiert werden. Besonderen Wert legen wir auf eine methodenübergreifende, auf den einzelnen Menschen in seiner Lebensgeschichte und seine Störung individuell ausgerichtete Therapie.

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